Die Gunst des Lesers

Vor einigen Tagen habe ich einer Kundin den Text für ihre Website geschickt. Sie sollte überprüfen ob ich inhaltlich ihr Fachgebiet richtig beschrieben habe. Wir vereinbarten, dass sie mich anruft, damit wie den Text besprechen können.

Kurz danach erhielt ich den korrigierten Text von der Kundin und ich war betroffen, wie sie den Text verändert hat. Sie hat den Startseiten-Text so umgeschrieben, dass alle Leistung in einem Satz aufgelistet wurden. Es war eine Aneinander-Reihung von Fachbegriffen, die aus meiner Sicht die Leserin abschrecken, statt sie für das Angebot des Unternehmens  zu interessieren.

Ich habe an diesem Beispiel gelernt, dass ich meinen Kunden noch klarer kommuniziere, dass Sie um die Gunst der Leserin buhlen müssen, statt sie mit Informationen zwangs zu beglücken.

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Inneren Kritiker positiv nutzen

Letzte Woche sprach mich in der Seminarpause ein Teilnehmer an. Er war erleichtert, dass die erste Seminarstunde so schwungvoll war und seine Befürchtung ein trockenes Schreibseminar zu erleben sich nicht bewahrheitet hat. Im Gespräch gestand der sonst so selbstbewusst wirkende Mann dann, dass er das Schreiben von Berichten oft vor sich herschiebt, weil er mit seinen eigenen Texte immer unzufrieden ist. Da war wohl der “Innere Kritiker” am Werk. Doch es gibt nicht nur diesen Schreib-Verhinderer. Es gibt auch den Gegenspieler dazu  – den “Inneren Schreiber”. Lernen Sie ihr Inneres Team mal genauer kennen:

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Das Hirn nutzen beim Schreiben

Letzte Woche wurde ich von einer Gruppe IT-Techniker herausgefordert. Sie schauten schon beim Betreten des Seminarraums skeptisch, weil Papier und bunte Stifte auf den Tischen lagen. Ich konnte es förmlich auf ihren Gesichtern lesen: Was sollen die Stifte? Wir sind hier, um unsere E-Mails prägnanter zu formulieren! Mit Humor und Charme konnte ich die Herren dann doch davon überzeugen, sich auf die vorgeschlagenen Übungen einzulassen. In diesem Workshop wurde mir mehr denn je klar, wie sehr unsere Gehirnhälften unser Denken prägen.

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Weniger ist mehr! Downshifting im Leben und im Schreiben

Der Jahreswechsel war für mich wieder eine Zeit zum Auftanken, Lesen und darüber Nachdenken, was ich im neuen Jahr erreichen will. Dabei ist mir, wie ein Wink des Schicksals, ein Artikel über „Downshifting“ in die Hände gefallen. Der Artikel hat meinen Entschluss bestärkt: Weniger ist mehr! Weniger Ziele, dafür nur solche, die mir wirklich wichtig sind und mich weiterbringen. Und: fokussierter schreiben!

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Wer gut schreiben will, muss lesen!

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Lesen ist Kino im Kopf! Mit diesem Slogan hat der österreichische Buchhandel Werbung gemacht, als ich damals meine Buchhändler-Lehre absolvierte.

Nur wenig kann die Phantasie und den Schreibstil so bereichern, wie lesen. In meinen Seminaren erzähle ich gerne, wie groß der aktive Wortschatz von Goethe war: 20.000 Wörter. Der durchschnittliche Österreicher hat heute einen aktiven Wortschatz von 2.000 Wörtern – entsprechend wortkarg sind dann auch unsere Texte. Indem wir lesen, können wir unseren Wortschatz erweitern und damit auch unsere Texte bereichern.

Als gelernte Buchhändlerin möchte ich daher heute ein Plädoyer fürs Lesen halten und Ihnen fünf Tipps geben, wie Sie mehr Zeit fürs Lesen finden:

 

1.) Lesen Sie, was Sie wollen.

Die Zeiten, als Ihnen Ihr Deutschlehrer vorgeschrieben hat, was Sie lesen müssen, sind vorbei. Sie müssen sich daher nicht mit Klassikern quälen, wenn Ihnen diese nicht gefallen. Wenn Sie gerne Krimis, Science Fiction oder Liebesromane lesen – vollkommen egal! Wenn Sie ein neues Hobby beginnen oder wieder einmal herzlich lachen wollen – lesen Sie! Je abwechslungsreicher Ihr Lesestoff, desto besser. Also lesen Sie bitte nicht nur die Kronen Zeitung, Österreich oder Heute – denn die werden Ihren Wortschatz nicht wirklich erweitern.

 

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Was ist Ihr Text wert?

Letzte Woche hielt ich ein Seminar für kleine, regionale Lebensmittelhersteller in Oberösterreich. Während des Seminars wurde ich von den Teilnehmern gefragt, ob ich auch Ghostwriting anbiete. Prinzipiell ja, aber: Was ist Ihnen ein Text wert?

Das spannende beim Schreiben ist, dass wir es alle in der Schule gelernt haben und daher eigentlich können sollten. Trotzdem fällt es vielen schwer. Von Grafikern und Webdesignern höre ich immer wieder die gleiche Geschichte: Der Folder oder die Website wären längst fertig, wenn der Kunde endlich den Text liefern würde. Manche Projekte ziehen sich über Monate, weil der Kunde entweder eine ernsthafte Schreibblockade hat oder mit dem Text trotz mehrfacher Überarbeitung nicht zufrieden ist.

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Das liest doch keiner!

Letztens wurde ich von einem Seminarteilnehmer mit resignierter Stimme gefragt:“Wozu soll ich mir das antun? Wozu so viel Überlegungen und Zeit in einen Text investieren, wenn es die Kollegen dann doch nicht lesen?“ Die Frustration war dem armen Mann anzusehen. Schreiben fiel ihm schwer und aufgrund der Rückfragen merkte er, dass seine Mails und Berichte nicht gelesen wurden.

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Große Textprojekte bewältigen

Immer wieder werde ich im Seminar gefragt: Wie schafft man es große Textprojekte über 50 oder mehr Seiten zu bewältigen? Die Menschen, die mich das fragen haben oft die blanke Panik ins Gesicht geschrieben und fügen der Frage dann noch hinzu:“ Ich kann mir ja nicht wochenlang frei nehmen, um zu schreiben.“ Brauchen Sie auch nicht, beruhige ich dann immer.

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