Weniger ist mehr! Downshifting im Leben und im Schreiben

Der Jahreswechsel war für mich wieder eine Zeit zum Auftanken, Lesen und darüber Nachdenken, was ich im neuen Jahr erreichen will. Dabei ist mir, wie ein Wink des Schicksals, ein Artikel über „Downshifting“ in die Hände gefallen. Der Artikel hat meinen Entschluss bestärkt: Weniger ist mehr! Weniger Ziele, dafür nur solche, die mir wirklich wichtig sind und mich weiterbringen. Und: fokussierter schreiben!

Das Konzept „Weniger ist mehr“ von Peter Walsh hat nichts mit Verzicht zu tun. Es geht vielmehr darum, weniger Stress, weniger Abhängigkeiten, weniger Sorgen und weniger Frustrationen zu haben. Er fordert zum Nachzudenken auf: „Wie wäre das Leben, wenn es nicht gefüllt wäre mit so viel Müll und unnützen Gegenständen? Wie würde meine Wohnung aussehen, wenn nur halb so viele Dinge darin stünden? Wie wäre es, wenn ich nur halb so viele Rechnungen bezahlen müsste?“

Ausmisten und glücklich sein!

Ich denke, dieser Ansatz passt gut in eine Zeit, die uns alle verunsichert: Sind wir jetzt in einer Wirtschaftskrise oder nicht? Wie geht es weiter? Kann ich mir mein Leben so noch leisten?

Mich hat die Idee des Downshiftings darin bestärkt, mich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren: Denn, um ehrlich zu sein, die zehnte schwarze Handtasche macht mich nicht glücklicher, aber Zeit mit meinen Hunden schon. Wenn ich mich von dem Stress, bestimmte Dinge besitzen zu müssen, befreie, habe ich auch nicht den Druck, immer mehr Geld verdienen zu müssen. Klar muss es reichen, um Miete und Versicherung zu zahlen. Aber die Zusatzversicherung zur Versicherung brauche ich nicht unbedingt, oder? Also habe ich begonnen auszumisten: In meinem Keller, in meinem Büro, in meinem Kleiderschrank und in meinem Terminkalender. Ich gehe nicht mehr zu jedem Event, nur weil ich dazu eingeladen werde. Ich suche gezielt aus, welche Veranstaltungen mich in meinen Vorhaben weiterbringen.

Wort-Diät

Auch beim Schreiben lässt sich Downshifting wunderbar anwenden: Statt langatmiger Erklärungen komme ich auf den Punkt, Füllwörter wie „eigentlich, nämlich, wirklich, auch, schon, noch“ lasse ich weg und verschlanke so meine Sätze. Ich schreibe dem Leser konkret, was er tun soll, nachdem er meinen Text gelesen hat – anstatt zu hoffen, dass er von selbst draufkommt (was nur in den seltensten Fällen passiert). Außerdem soll in Zukunft mein Posteingang nicht mehr überfüllt sein – daher sorge ich dafür, dass auf meine E-Mails wenig bis keine Rückfragen nötig sind.

 

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